Broschüren der LAG
Die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora (LAG) führt seit 2010 in jedem jahr anlässlich des Befreiungstages am 11. April ein « Treffen der Nachkommen » durch.
Das Treffen wendet sich jeweils einem bestimmte Thema zu.
Wissenschaftler oder namhafte Persönlichkeiten referieren zu den entsprechenden Themen. Das Treffen wird mit einer Erklärung der Teilnehmenden und dem Buchenwald-Lied beendet.
Nach dem Treffen wird in einer Broschüre der Verlauf des Treffens und des Gedenkens in Buchenwald und Dora dokumentiert. Die Auflage der Broschüre: 500 Exemplare.
Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen
Im Konzentrationslager Buchenwald kamen 100.000 Menschen ums Leben. Sie wurden ermordet, verhungerten, starben in Folge von Missionsversuchen oder setzten ihrem Leben selbst ein Ende, weil sie die Qualen nicht länger ertragen konnten. Am 19. April 1945 legten die Überlebenden einen Schwur ab: » Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel! «
Im Jahre 2005, 60 Jahre danach, baten die Herausgeber die letzten ehemaligen KZ-Häftlinge von Buchenwald um Interviews zu ihrem Leben. In diesem Band ist der Sozialdemokrat ebenso vertreten wie der rassisch Verfolgte jüdischer Herkunft, der Kommunist ebenso wie der rassisch verfolgte Sinto und der rassisch verfolgte Farbige, der Offizier, der zur Verschwörung des 20. Juli gerechnet wurde, ebenso wie der » Sippenhäftling «.
Achtzehn ehemalige KZ-Häftlinge – zwischen Jahrgang 1906 und 1928 – geben über sich Auskunft. Ein Band mit sehr unterschiedlichen Meinungen und Sichten ist entstanden, denn die meisten sprechen auch über das, was nach 1945 ist Ost und West geschah.
Bisherige Treffen
2010
Zum 65. Jahrestag der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald trafen sich ehemalige Häftlinge, Hinterbliebene und Angehörige in Buchenwald, um sich zu begegnen, gemeinsam zu gedenken und zu erinnern. Im Mittelpunkt standen Erinnerungen an den Juden, Kommunisten und Spanienkämpfer, den Überlebenden der KZ Auschwitz und Buchenwald, Kurt Julius Goldstein.
2011
Im Mittelpunkt der Ehrung stand der deutsche Humanist, Kommunist, der von den Häftlingskameraden als der wahre »Arzt von Buchenwald« erlebte Walter Krämer, Gerechter unter den Völkern«. Professor Dr. em. Karl Prümm, Universität Marburg hielt einen Vortrag zu Leben und Wirken von Walter Krämer. Um ihn zu ehren und seiner zu gedenken wurde in einem Raum des Krematoriums eine Gedenktafel eingeweiht.
Der 75. Jahrestag der Bildung der Internationalen Brigaden in Spanien wurde zum Anlass genommen, an jene zu erinnern, die im KZ Buchenwald deportiert waren.
Ein Kolloquium am 28. Mai 2011 in Berlin war »Albert Kuntz – Im Kampf gegen den Faschismus«. Über das Kolloquium erschien eine Broschüre.
2012
Mit dem dritten Treffen der Nachkommen wurde der verfolgten Sinti und Roma gedacht. Zum Thema sprachen Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutsche Sinti und Roma und Éva Pusztai aus Budapest.
Die Teilnehmenden gedachten bei einer Kranzniederlegung am Block 14 der Opfer.
2013
Beim Treffen in diesem Jahr wurde an die Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener erinnert. Auftakt bildete das Gedenken am Pferdestall, wo die Morde begangen wurden. Zum Hintergrund der Massentransporte sowjetischer Gefangener in das Konzentrationslager Buchenwald« war Thema des Vortrags de Historikers Dr. Jens Binner von der Gedenkstätte Buchenwald.
2014
Selbstbehauptung und antifaschistischer Widerstand im KZ Buchenwald« war Thema des fünften Treffens der Nachkommen, zu dem Dr. Harry Stein, Kurator der Gedenkstätte Buchenwald, referierte. Eindrucksvoll war eine Zusammentreffen von Gymnasiasten aus Erfurt mit den ehemaligen Häftlingen Floréal Barrier, Vasile Nuszbaum, Günter Pappenheim und Gert Schramm auf dem ehemaligen Lagergelände.
2015
Beim Treffen anlässlich des 70. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald, das unter dem Motto »Kameraden, wir sind frei!« stand, hielt der Berliner Historiker Professor Dr. Kurt Pätzold den Vortrag »Über eine noch zu würdigendes Verdienst.
Das Treffen stand unter dem Eindruck des Europäischen Gedenkaktes im Deutschen Nationaltheater Weimar.
Die Einweihung des Gedenksteins für die Spanischen Republikaner, die in das KZ Buchenwald deportiert worden waren, gestaltete sich zu einem Höhepunkt.
2016
Die Frauen des KZ Buchenwald« waren Thema des Treffens der Nachkommen zum 71. Jahrestag. Zum Treffen erschien eine Broschüre mit gleichem Titel. Dr. Irmgard Seidel, Stellvertretende Vorsitzende er LAG setzte mit ihren wissenschaftlich fundierten Ausführungen den Frauen ein bleibendes Denkmal.
2017
Jugendliche und Kinder waren im Konzentrationslager Buchenwald eine besonders gefährdete Häftlingsgruppe. Der organisierte politische Widerstand unternahm erhebliche Anstrengungen, Jugendlichen und Kindern die Bedingungen der Haft, die sie völlig unschuldig zu erdulden hatten, zu erleichtern. Es gelang, 904 Kinder in die Freiheit zu führen.
Dem Thema wandte sich das VIII. Treffen der Nachkommen anlässlich des 72. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald zu.
Der Vortrag zum Thema; Zeitzeugenaussagen und das Gedenken des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos sind in dieser Publikation dokumentiert.
Wer sich mit dem Konzentrationslager Buchenwald beschäftigt, wird auf heute nicht mehr unbedingt verständliche Begriffe stoßen. Mit dem vorliegenden Nachschlagewerk ist der Versuch unternommen worden, Fragen zu Begriffen, Sachverhalten und Personen zu beantworten. In dem Bewusstsein, dass moderne Technik kaum überschaubare Informationsmengen freisetzt, führten die Autoren Wesentliches zur Geschichte des KZ Buchenwald 1937 bis 1945 zusammen.
Die eigenen Meinungsbildung soll angeregt werden, die intensivere Hinwendung zur Thematik fördern und den historischen Kontext herstellen.










